A2 – die Einsteiger-Serie
Die A2-Serie ist günstig, leicht und reicht für einfache Anubias- und Crypto-Becken ohne CO2. Die Lichtfarbe ist relativ kalt (7000–8000 K), Rotpflanzen färben kaum aus, anspruchsvolle Bodendecker wie HC Cuba wachsen nur unbefriedigend. Für ein 40er- oder 60er-Becken ohne hohe Ansprüche reicht sie. Wer ein Aquascape mit roten Stängelpflanzen oder dichten Carpets plant, sollte direkt zur WRGB greifen.
WRGB II – der Standard für Aquascaper
Die WRGB II ist die Lampe, die ich am häufigsten empfehle. Sie kombiniert weiße LEDs mit roten, grünen und blauen Einzeldioden und liefert ein angenehmes Spektrum für gefärbte Pflanzen. Über die App steuerst du Helligkeit, Farbkanäle und Tagesverlauf. Auf 60 cm bringt sie genug PAR für mittelanspruchsvolle Scapes. Für die meisten Standard-Aquascapes ist sie der Sweet Spot zwischen Preis und Leistung.
Vivid II und Vivid III – die Highend-Klasse
Vivid II und Vivid III spielen in einer anderen Liga. Höhere PAR-Werte, dichteres Spektrum, mehr Farbkanäle und eine deutlich präzisere Lichtwiedergabe. Vivid III wirkt fast wie ein kleines Sonnenlicht. Für anspruchsvolle Pflanzen wie Rotala Macrandra, Eriocaulon-Sorten oder dichte HC-Cuba-Carpets sind sie das Werkzeug der Wahl. Preislich liegen sie deutlich über den WRGB-Modellen – wer Highend will, kauft sie trotzdem.
Welche Lampe für welche Beckengröße
Faustregel aus der Praxis:
- Nano (20–30 l): A2 oder WRGB II Slim
- Standard 60 cm: WRGB II oder Vivid II
- 90 cm Highend: Vivid II oder Vivid III, ggf. zwei nebeneinander
- 120 cm: zwei Vivid II oder eine Vivid III plus Ergänzung
Für Hightech-Becken eher überdimensionieren und runterdimmen, als zu schwach kaufen.
App-Steuerung und Tagesverlauf
Alle moderneren Chihiros-Lampen lassen sich über die Bluetooth-App steuern. Damit programmierst du Sonnenaufgang, Mittagslicht und Sonnenuntergang. Praktisch: Du kannst die Mittagspause-Methode realisieren oder einzelne Farbkanäle nachjustieren, falls Rotpflanzen mehr Rot brauchen. Die App ist solide, aber nicht perfekt. Wer es zuverlässiger will, koppelt sie an eine smarte Steckdose mit Failover.
Aufhängung und Abstand zum Wasser
Die Aufhängehöhe entscheidet über die effektive PAR auf dem Bodengrund. Standard-Halter setzen die Lampe etwa 10 cm über Wasser ab. Wer ein offenes Becken hat, kann mit Pendelaufhängungen 20–30 cm hoch gehen und die Streuung erhöhen, was weicheres Licht erzeugt. Pflanzen wie Bucephalandra mögen das. HC Cuba dagegen braucht eher kurzen Abstand und volle PAR.