Die vier Stein-Rollen

Oyaishi (Elternstein): der größte, das visuelle Zentrum, nicht mittig sondern bei 1/3. Fukuseki (Begleitstein): der zweitgrößte, ergänzt Oyaishi. Soeishi (Stützstein): mittelgroß, fängt den Blick. Suteishi (Streustein): kleiner, Akzent.

Warum ungerade Anzahl?

Drei, fünf, sieben. Niemals vier oder sechs. Ungerade Zahlen wirken asymmetrisch lebendig, gerade Zahlen wirken gegenübergestellt und statisch. In der japanischen Ästhetik fundamental.

Flow und Richtung

Alle Steine sollten in dieselbe Richtung „fließen". Sie geneigt setzen, alle nach rechts oder alle nach links. Der Hauptstein hat den steilsten Winkel, die anderen folgen. Das gibt dem Layout eine Bewegungsrichtung.

Pflanzenwahl

Klassisch: Eleocharis acicularis mini oder Hemianthus callitrichoides. Manchmal Hemianthus micranthemoides. Keine farbigen Pflanzen, keine Stängelpflanzen. Reduktion ist Teil des Stils.

Häufige Anfängerfehler

Steine gleich groß wählen (dann gibt es kein Zentrum). Alle in einer Reihe aufstellen. Symmetrisch verteilen. Alle Steine senkrecht stehen lassen. Steinarten mischen (Seiryu + Manten + Drachen = optisches Chaos).