Wie die Siesta funktioniert
Das Prinzip:
- Beleuchtung in zwei Blöcke teilen, z. B. 4 h + Pause + 4 h
- in der Pause (oft 3 bis 4 h) bleibt das Licht aus
- Pflanzen schalten Photosynthese kurz ab
- bei CO2-losen Becken kann sich der CO2-Gehalt erholen
Die Gesamtlichtmenge sinkt nicht zwingend, sie wird nur unterbrochen.
Beispiel-Zeitplan
Ein typischer Siesta-Plan:
- 11:00 bis 15:00 Licht an (Block 1)
- 15:00 bis 18:00 Pause (Licht aus)
- 18:00 bis 22:00 Licht an (Block 2)
Vorteil: der zweite Block fällt in den Abend, wenn du das Becken siehst. Stelle das über zwei Zeitfenster der Zeitschaltuhr ein.
Für wen sich die Siesta lohnt
Sinnvoll bei:
- Becken ohne CO2-Anlage (CO2-Erholung in der Pause)
- beginnenden Algenproblemen
- als sanfter Hebel ohne Technikkauf
Weniger nötig bei gut eingestellten Hochtechnik-Becken mit stabilem CO2. Dort bringt eine durchgehende Beleuchtung oft gleichmäßigere Ergebnisse.
Was die Siesta nicht kann
Realistisch bleiben:
- sie ersetzt keine Ursachenbehebung bei massivem Algenbefall
- bei zu viel Licht insgesamt hilft eher Dimmen
- bei Bartalgen/Staghorn ist stabiles CO2 wichtiger
Die Siesta ist ein Baustein, kein Wundermittel. Kombiniere sie mit guter Pflege.
Mit CO2 kombinieren
Wenn du CO2 fährst:
- CO2 nur in den Lichtblöcken laufen lassen
- in der Siesta-Pause CO2 aus (sonst reichert es sich ohne Verbrauch an)
- das verkompliziert die Steuerung etwas
Vielen ist die Siesta mit CO2 zu fummelig. Ohne CO2 ist sie deutlich naheliegender.
Ausprobieren und beobachten
So testest du sie:
- 3 bis 4 Wochen konsequent fahren
- Algenentwicklung und Pflanzenwuchs beobachten
- wirkt es nicht, liegt die Ursache woanders (Nährstoffe, CO2, Strömung)
- bei gutem Erfolg dauerhaft beibehalten
Gib der Methode Zeit. Über Nacht ändert sich nichts, über Wochen aber oft spürbar.