Prinzip und Vorteile

Citronensäure und Natron (Natriumhydrogencarbonat) setzen bei Kontakt CO2 frei.

Vorteile gegenüber Hefe:

  • gleichmäßigerer CO2-Strom
  • über den Druck steuerbar
  • länger haltbar, oft mehrere Wochen
  • kein Gären, kein Hefegeruch

Nachteil:

  • es entsteht Druck, die Flaschen müssen stabil sein
  • etwas aufwändiger als die Hefe-Methode

Das Prinzip: In einer Flasche ist Natronlösung, in der anderen Citronensäure. Der Druck steuert, wie viel Säure zur Natronlösung gedrückt wird.

Material und Mengen

Das brauchst du:

  • 2 stabile PET-Flaschen mit Druckreserve, etwa 0,5 bis 1 Liter
  • 2 Flaschendeckel mit Bohrung und Schlauchdurchführung
  • CO2-fester Schlauch und T-Stück
  • Rückschlagventile
  • Citronensäure und Natron aus dem Drogeriemarkt
  • Diffusor und Blasenzähler

Mengen pro Ansatz:

  • Flasche 1: etwa 200 g Natron in 300 ml Wasser
  • Flasche 2: etwa 200 g Citronensäure in 300 ml Wasser

Gesamtkosten: rund 15 bis 30 Euro, der Erstaufbau ist günstig.

Aufbau

So verbindest du die beiden Flaschen.

  1. Beide Deckel mit je einem Loch für die Schlauchdurchführung versehen.
  2. Flasche 1 mit Natronlösung füllen, Flasche 2 mit Citronensäurelösung.
  3. Beide Flaschen über Schläuche und ein T-Stück verbinden.
  4. Rückschlagventile so setzen, dass der Druck die Säure in die Natronflasche drückt.
  5. Vom T-Stück führt ein Schlauch über den Blasenzähler zum Diffusor.

Die genaue Verschaltung sorgt dafür, dass bei steigendem Druck die Reaktion stoppt und bei sinkendem Druck wieder anläuft, das macht das System selbstregulierend.

In Betrieb nehmen

Beim ersten Start vorsichtig vorgehen.

  1. Alle Verbindungen auf Dichtheit prüfen.
  2. Flaschen aufrecht und sicher stellen.
  3. Reaktion startet, sobald etwas Säure in die Natronlösung gelangt.
  4. CO2 baut Druck auf, der die Reaktion drosselt, sobald genug Gas entweicht.
  5. Über den Diffusor sollten gleichmäßige Bläschen kommen.

Die Blasenrate stellt sich nach kurzer Zeit ein. Beobachte den Dauertest und passe die Menge der Lösungen beim nächsten Ansatz an, falls zu viel oder zu wenig CO2 kommt.

Sicherheit

Druck ist die größte Gefahr bei diesem System.

Unbedingt beachten:

  • nur stabile PET-Flaschen verwenden, keine dünnwandigen Behälter
  • Flaschen nicht zu voll füllen, Gasraum lassen
  • alle Verbindungen sicher verschrauben oder verkleben
  • Anlage nicht in der prallen Sonne oder Nähe von Wärme betreiben
  • Rückschlagventile zwingend einbauen

Eine platzende Flasche unter CO2-Druck ist gefährlich. Wenn du dir unsicher bist, beginne mit kleineren Mengen und niedrigem Druck.

Nachfüllen und Wartung

Wenn die Reaktion nachlässt, ist ein Ansatz verbraucht.

  1. Druck vollständig ablassen, bevor du die Flaschen öffnest.
  2. Verbrauchte Lösungen vorsichtig ausgießen, sie sind harmlos, aber sauer.
  3. Flaschen ausspülen.
  4. Frische Lösungen nach den Mengenangaben ansetzen.
  5. System neu verschließen und in Betrieb nehmen.

Ein Ansatz hält je nach Beckengröße und Blasenrate mehrere Wochen. Für ein dauerhaftes größeres Becken bleibt eine Druckgasflasche aber die zuverlässigere und auf Dauer günstigere Lösung.