Warum Cholla für Garnelen

Cholla-Holz ist fast ideal für Wirbellose.

Vorteile:

  • hohle Röhren als Versteck für Jungtiere
  • raue, poröse Oberfläche zieht Biofilm an
  • weiches Holz, das Garnelen direkt abweiden
  • gibt Huminstoffe ab, gut für viele Garnelenarten

Gerade in Zuchtbecken ist Cholla wertvoll: Der Nachwuchs versteckt sich in den Röhren, und der Biofilm liefert die erste Nahrung. Das Holz zersetzt sich mit der Zeit, das ist normal.

Auswahl und Material

Für eine Höhlenlandschaft brauchst du:

  • mehrere Cholla-Stücke unterschiedlicher Länge, rund 5 bis 15 Euro
  • optional Sekundenkleber-Gel zum Verbinden
  • Eimer zum Wässern

Achte beim Kauf auf:

  1. Intakte Röhren, nicht zerdrückt.
  2. Verschiedene Durchmesser für unterschiedliche Tiergrößen.
  3. Festes, nicht schon zerfallendes Holz.

Cholla wird oft als Bündel verkauft. Mehrere Stücke geben mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Wässern

Cholla schwimmt anfangs und gibt Tannine ab.

  1. Stücke in einen Eimer legen.
  2. Mit Wasser bedecken und beschweren.
  3. Einige Tage wässern, Wasser täglich wechseln.
  4. Auskochen geht auch, macht das Holz aber schneller mürbe.
  5. Wenn die Stücke sinken und das Wasser kaum noch färbt, sind sie bereit.

Die leichte Braunfärbung im Becken ist harmlos und für Garnelen sogar günstig. Wer klares Wasser will, nutzt Aktivkohle im Filter.

Höhlenlandschaft bauen

Jetzt arrangierst du die Röhren.

  1. Längere Stücke flach hinlegen oder leicht schräg stellen.
  2. Kürzere Stücke davor und dazwischen setzen.
  3. Röhrenöffnungen sichtbar lassen, sie sind die Verstecke.
  4. Bei Bedarf einzelne Stücke mit Gel verkleben, damit nichts verrutscht.
  5. Stapel niedrig halten, Cholla ist leicht und kippt sonst.

Die Landschaft darf verwinkelt sein, je mehr Ein- und Ausgänge, desto sicherer fühlen sich die Garnelen.

Begrünen

Cholla nimmt Aufsitzer gut an.

Empfehlungen:

  • Moos auf die Röhren binden, das verstärkt die Versteckwirkung
  • Anubias nana petite an die Stücke kleben
  • die Kombination aus Röhre und Moos ist ein Garnelen-Paradies

Das Moos und der Biofilm liefern zusammen reichlich Weidefläche. Begrünte Cholla-Landschaften sehen schnell verwachsen und natürlich aus.

Pflege und Lebensdauer

Cholla ist Verbrauchsmaterial.

  • das Holz zersetzt sich über Monate, das ist normal und sogar gewollt
  • weißer Pilzbelag der ersten Wochen ist harmlos, Garnelen fressen ihn
  • zerfallende Stücke einfach durch neue ersetzen
  • Mulm zwischen den Röhren beim Wasserwechsel absaugen

Da Cholla vergänglich ist, lohnt es sich, immer ein paar Stücke auf Vorrat zu haben. So bleibt die Höhlenlandschaft dauerhaft erhalten, auch wenn einzelne Röhren irgendwann zerfallen.