Warum hartes Schalten ungünstig ist
Beim Sprung auf 100 %:
- Pflanzen brauchen CO2 sofort in voller Menge, oft ist es morgens noch nicht da
- der Mismatch zwischen Licht und CO2 füttert Algen
- Tiere werden vom plötzlichen Hell erschreckt
Ein sanfter Anstieg gleicht Licht und CO2-Verfügbarkeit besser ab.
Eine sinnvolle Ramp-Kurve
Beispiel für 8 h Photoperiode:
- 30 bis 60 min Ramp-Up von 0 auf Zielhelligkeit
- Hauptphase auf Zielhelligkeit (z. B. 70 bis 90 %)
- 30 bis 60 min Ramp-Down am Ende
Viele Apps (Chihiros, Twinstar, WRGB) bieten genau solche Kurven. Stelle Start- und Endzeit plus Rampendauer ein.
Licht und CO2 abstimmen
Der Kniff:
- CO2 startet vor dem Ramp-Up, sodass es bei voller Helligkeit längst da ist
- Ramp-Up gibt dem CO2 zusätzlich Zeit, sich aufzubauen
- Drop Checker sollte spätestens am Beginn der Hauptphase sattgrün sein
So treffen Lichtmaximum und CO2-Maximum zusammen, genau das wollen die Pflanzen.
Intensität statt nur Dauer steuern
Dimmen ist mächtiger als Kürzen:
- bei Algen lieber Intensität senken als Stunden streichen
- 70 bis 80 % reichen vielen Pflanzen vollkommen
- Rotpflanzen brauchen mehr, Anubias und Moose deutlich weniger
- in den Ecken misst du die Lichtmenge, nicht nur in der Mitte
Weniger Intensität bei gleicher Dauer wirkt oft ruhiger als kurze Vollgas-Phasen.
Tiere profitieren mit
Der sanfte Übergang hilft auch dem Besatz:
- Fische erschrecken weniger, kein hektisches Aufschrecken
- Garnelen kommen ruhiger aus den Verstecken
- der Tag wirkt natürlicher
Gerade in Wohnräumen, wo es vorher dunkel war, ist der weiche Start angenehmer für alle.
Einrichten und feinjustieren
So gehst du vor:
- in der LED-App Start-/Endzeit und Rampendauer setzen
- Zielintensität konservativ wählen, lieber später erhöhen
- 2 bis 3 Wochen beobachten
- bei Algen Intensität senken, bei schwachem Wuchs vorsichtig erhöhen
Notiere deine Einstellungen, dann kannst du gezielt nachjustieren.