Warum gerade Amanos
Amano-Garnelen werden 4–5 cm groß – deutlich mehr als Neocaridina. Sie fressen Fadenalgen, Pinselalgen-Anfänge und Biofilm auf Hardscape. Takashi Amano hat sie als Algenarbeiter in seinen Iwagumi-Becken eingesetzt, daher der Hobbyname. Sie sind transparent-grau mit kleinen Punktreihen, optisch unscheinbar und werden bei guter Sicht erst auf den zweiten Blick wahrgenommen.
Wasserwerte und Setup
Sehr unkompliziert: GH 4–14, KH 2–10, pH 6,5–7,8, Temperatur 18–25 °C. Sie kommen mit Soil-Becken (saurer pH) genauso klar wie mit Leitungswasser. Beckengröße ab 40 Liter, idealerweise 60+ Liter. Sie sind nachts aktiv und brauchen Versteckmöglichkeiten in Wurzeln und Moosen. Springer-Schutz wichtig: Amanos klettern aus offenen Becken.
Wieviele Tiere du brauchst
Faustregel: 1 Tier pro 10 Liter Nettovolumen, mindestens 5 Stück (Gruppentier). In einem 60er-Becken sind 5–8 Tiere realistisch. Zu viele Amanos fressen kein zusätzliches Algenaufkommen weg, sie überfordern dann nur den Futterhaushalt. Wenn dein Becken keine Algen hat: füttere die Tiere zu wie andere Garnelen auch.
Was sie fressen
Algen sind ihr Hobby, nicht ihr Hauptberuf. Sie fressen genauso gerne Granulatfutter, Garnelenfutter, gefrostete Mückenlarven, Spinat. Wenn das Becken algenfrei ist, brauchen sie Zufütterung – sonst beißen sie an Pflanzen oder verhungern langsam. Faustregel: 2–3 Mal pro Woche kleine Mengen Garnelenfutter. Sie sind dominant am Futterplatz und können kleinere Neocaridina vom Futter verdrängen.
Warum sie sich nicht vermehren
Amanos sind Wandergarnelen: Larven schlüpfen im Süßwasser, treiben ins Brackwasser und entwickeln sich dort weiter. Im Becken sterben sie nach wenigen Tagen, weil sie Salzgehalt brauchen. Nachzucht ist im Hobby nur mit Brackwasser-Aufzuchtbecken möglich und Spezialisten vorbehalten. Für dein Aquascape heißt das: Bestand schrumpft langsam, du kaufst alle 2–3 Jahre nach.