Innenfilter
Über Innenfilter
Innenfilter sind kompakte Filterlösungen für Aquarien und Terrarien, die direkt im Becken installiert werden und für die mechanische, chemische sowie biologische Reinigung des Wassers sorgen. Sie eignen sich besonders für kleinere bis mittelgroße Aquarien und sind durch ihre einfache Montage sowie Wartung beliebt. Wichtig ist die passende Filterleistung in Liter pro Stunde, die sich am Volumen des Beckens und der Besatzdichte orientieren sollte. Die Unterkategorien umfassen Filter mit integrierten Heizungen, Modelle mit variabler Durchflussregelung sowie Systeme mit zusätzlichen Filtermedien wie Aktivkohle oder Zeolith.
Innenfilter für dein Aquascape: Funktion, Auswahl und Pflege
Ein Innenfilter ist das Herzstück der mechanischen und biologischen Reinigung in vielen Aquascapes. Besonders in kleineren Becken oder bei gestalterisch anspruchsvollen Layouts ist er eine platzsparende und effektive Lösung. Doch nicht jeder Innenfilter eignet sich für jedes Aquarium – Material, Leistung und Pflegeaufwand spielen eine entscheidende Rolle. Hier erfährst du, worauf du bei der Auswahl achten solltest, wie du typische Fehler vermeidest und wie du deinen Filter langfristig leistungsfähig hältst.
Warum ein Innenfilter im Aquascape unverzichtbar ist
Innenfilter übernehmen in deinem Aquascape zwei zentrale Aufgaben: Sie entfernen Schwebstoffe und organische Abfälle mechanisch durch Filtermedien wie Schwämme oder Vlies, und sie bieten gleichzeitig eine große Oberfläche für nützliche Bakterien, die Ammoniak und Nitrit abbauen. Gerade in dicht bepflanzten Becken oder bei empfindlichen Besatz wie Garnelen ist eine zuverlässige Filterung essenziell, um Wasserwerte stabil zu halten.
Ein weiterer Vorteil von Innenfiltern ist ihre einfache Installation. Sie werden direkt ins Aquarium eingesetzt und benötigen keine zusätzlichen Leitungen oder Pumpen außerhalb des Beckens. Das spart Platz und reduziert die Anzahl an potenziellen Leckagestellen. Allerdings solltest du bedenken, dass Innenfilter in der Regel weniger leistungsstark sind als Außenfilter und daher für größere Becken oder stark besetzte Aquarien oft nicht ausreichen.
RatgeberInnenfilter vs Außenfilter – wann lohnt was im AquascapeZum Artikel →
Die wichtigsten Unterkategorien: Was passt zu deinem Aquascape?
Innenfilter lassen sich grob in drei Typen unterteilen, die jeweils unterschiedliche Stärken haben:
1. Schwammfilter – ideal für Garnelen und Nano-Becken
Schwammfilter sind besonders sanft zur Tierwelt und eignen sich hervorragend für Garnelenbecken oder kleine Aquascapes bis etwa 60 Liter. Sie arbeiten mit einer einfachen Luftpumpe oder einem kleinen Motor und reinigen das Wasser durch einen mechanischen Schwamm, der gleichzeitig als biologischer Filter dient. Ein großer Vorteil ist ihre einfache Reinigung: Der Schwamm lässt sich leicht auswaschen, ohne dass die nützlichen Bakterienkolonien zerstört werden.
Typische Vertreter dieser Kategorie sind der garnelensichere Schwammfilter, doppelt motorbetrieben | BOB Filter oder der AquaDella Ebi Bob Maxi Schwammfilter, der für Becken bis 120 Liter geeignet ist. Beide Modelle bieten eine gute Balance zwischen Leistung und schonender Filterung.
2. Kartuschenfilter – praktisch für Einsteiger
Kartuschenfilter sind die klassische Wahl für viele Aquarianer. Sie bestehen aus einer austauschbaren Patrone, die sowohl mechanische als auch biologische Filtermedien enthält. Der Vorteil liegt in der einfachen Handhabung: Nach einigen Wochen wird die Kartusche einfach ausgetauscht. Allerdings hat diese Bequemlichkeit auch einen Nachteil – die nützlichen Bakterien gehen mit der alten Kartusche verloren, was zu einem kurzfristigen Anstieg der Schadstoffe führen kann.
Modelle wie der Me Nano Clear Eckfilter | 3er Pack Kartusche 40/60 oder der Tetra IN plus Innenfilter – 600 plus sind Beispiele für Kartuschenfilter, die sich besonders für Einsteiger eignen. Sie sind preiswert, einfach zu installieren und in verschiedenen Leistungsstufen erhältlich.
3. Kombifilter – vielseitig für mittlere bis große Aquascapes
Kombifilter vereinen mehrere Filtermedien in einem Gehäuse und bieten so eine bessere Anpassung an die Bedürfnisse deines Aquascapes. Sie können mechanische Filterschichten (z. B. Schwämme oder Vlies) mit biologischen Medien (z. B. Bio-Bälle oder Sinterglas) kombinieren. Dadurch wird nicht nur die Reinigungsleistung erhöht, sondern auch die Stabilität der Bakterienkultur verbessert.
Ein Beispiel ist der sera F 400 Innenfilter, der für Becken bis 400 Liter geeignet ist und sowohl mechanische als auch biologische Filterung ermöglicht. Solche Filter sind besonders sinnvoll, wenn du ein größeres Aquascape mit anspruchsvollen Pflanzen oder einem höheren Fischbesatz betreibst.
Kaufkriterien: Worauf du achten solltest
Die Auswahl des richtigen Innenfilters hängt von mehreren Faktoren ab. Hier sind die wichtigsten Aspekte, die du vor dem Kauf bedenken solltest:
1. Beckengröße und Besatz
Die Leistung des Filters sollte zur Größe deines Aquariums passen. Als Faustregel gilt: Der Filter sollte das Wasser etwa 3- bis 5-mal pro Stunde umwälzen. Bei einem 60-Liter-Becken wäre also ein Filter mit einer Leistung von 180 bis 300 Litern pro Stunde ideal. Achte darauf, dass der Hersteller die Leistung für dein spezifisches Beckenvolumen angibt – nicht alle Filter sind für stark besetzte oder dicht bepflanzte Aquarien ausgelegt.
2. Filtermedien und Reinigungsaufwand
Überlege, wie viel Aufwand du in die Pflege des Filters investieren möchtest. Kartuschenfilter sind zwar einfach zu handhaben, erfordern aber regelmäßigen Austausch der Patrone. Schwammfilter hingegen müssen nur gelegentlich gereinigt werden, allerdings kann die Reinigung bei stark verschmutzten Becken aufwendiger sein. Kombifilter bieten hier einen guten Kompromiss, da sie oft mehrere Filtermedien enthalten, die separat gereinigt oder ausgetauscht werden können.
3. Geräuschentwicklung und Energieverbrauch
Innenfilter arbeiten direkt im Aquarium und können je nach Modell mehr oder weniger laut sein. Besonders bei empfindlichen Besatz wie Garnelen oder nachtaktiven Fischen kann eine zu laute Pumpe stören. Achte auf Modelle mit leisem Betrieb, wie z. B. den Me Nano Clear Eckfilter, der speziell für Nano-Becken entwickelt wurde.
Auch der Energieverbrauch spielt eine Rolle, besonders bei längeren Laufzeiten. Moderne Filter mit energiesparenden Motoren sind hier eine gute Wahl.
4. Design und Platzierung
Innenfilter sollten möglichst unauffällig im Aquascape platziert werden können. Eckfilter wie der Me - Nano Clear Eckfilter - 40 eignen sich besonders gut für kleinere Becken, da sie wenig Platz einnehmen und sich harmonisch in das Layout integrieren lassen. Bei größeren Aquascapes mit viel Dekoration kann ein zentral platzierter Kombifilter sinnvoller sein.
Typische Einsteigerfehler und wie du sie vermeidest
Auch mit den besten Vorsätzen passieren beim Einsatz eines Innenfilters einige Fehler, die sich leicht vermeiden lassen:
1. Zu starke Filterung – zu viel des Guten
Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass ein stärkerer Filter immer besser ist. Doch zu viel Strömung kann empfindliche Pflanzen oder Tiere stressen. Besonders bei Garnelen oder Jungfischen kann eine zu starke Wasserbewegung dazu führen, dass sie sich nicht mehr frei bewegen können. Wähle daher einen Filter mit einstellbarer Leistung oder richte die Ausströmrichtung gezielt aus, um lokale Strömungen zu kontrollieren.
2. Vernachlässigte Reinigung der Filtermedien
Filtermedien wie Schwämme oder Vlies müssen regelmäßig gereinigt werden, um ihre Funktion zu erhalten. Allerdings wird dabei oft zu viel oder zu wenig gemacht. Reinige die Medien nur mit Aquarienwasser – Leitungswasser tötet die nützlichen Bakterien ab. Vermeide es auch, alle Filtermedien gleichzeitig zu reinigen, um die biologische Filterung nicht zu unterbrechen. Ein guter Tipp ist, die Reinigung in zwei Schritten durchzuführen, sodass immer ein Teil der Bakterienkultur erhalten bleibt.
3. Falsche Platzierung des Filters
Die Position des Filters im Aquascape ist entscheidend für seine Effizienz. Platziere ihn so, dass er das Wasser gleichmäßig durchströmt, ohne tote Zonen zu hinterlassen. Bei Eckfiltern empfiehlt es sich, den Auslass in Richtung der gegenüberliegenden Aquarienwand zu richten, um eine sanfte Zirkulation zu erzeugen. Vermeide es, den Filter direkt neben empfindlichen Pflanzen oder Dekoration zu platzieren, da die Strömung dort zu stark sein könnte.
Pflege und Langzeitleistung: So bleibt dein Filter fit
Ein Innenfilter ist kein „Set-and-Forget“-Gerät – regelmäßige Pflege ist entscheidend, um seine Leistung über Jahre hinweg zu erhalten. Hier sind die wichtigsten Schritte:
1. Regelmäßige Reinigung der Filtermedien
Die Häufigkeit der Reinigung hängt von der Verschmutzung deines Aquariums ab. Als Richtwert gilt: Reinige mechanische Filtermedien wie Schwämme oder Vlies alle 2 bis 4 Wochen, während biologische Medien wie Bio-Bälle oder Sinterglas nur bei Bedarf gesäubert werden sollten. Achte darauf, die Medien nur mit Aquarienwasser zu spülen, um die Bakterienkultur nicht zu zerstören.
2. Austausch der Filtermedien
Kartuschenfilter erfordern in der Regel einen regelmäßigen Austausch der Patrone, da die Filtermedien mit der Zeit verstopfen und ihre Wirkung verlieren. Bei Kombifiltern kannst du die einzelnen Komponenten separat austauschen, was die Kosten senkt und die biologische Filterung länger stabil hält.
3. Überprüfung der Pumpenleistung
Mit der Zeit können sich Ablagerungen an der Pumpe oder im Filtergehäuse ansammeln, was die Leistung mindert. Kontrolliere daher regelmäßig die Saugleistung und reinige Pumpe und Gehäuse bei Bedarf. Besonders bei Modellen mit integrierten Magnetantrieben kann eine Reinigung der Magnetpole die Effizienz deutlich verbessern.
4. Anpassung an saisonale Veränderungen
Im Sommer oder bei höheren Temperaturen steigt der Stoffwechsel der Tiere und Pflanzen, was zu einem erhöhten Nährstoffbedarf führt. In solchen Phasen kann es sinnvoll sein, die Filterleistung temporär zu erhöhen oder zusätzliche Filtermedien einzusetzen. Im Winter hingegen kann eine leicht reduzierte Strömung ausreichen, um die biologische Filterung aufrechtzuerhalten.
Fazit: Der richtige Innenfilter für dein Aquascape
Ein Innenfilter ist eine praktische und platzsparende Lösung für die Filterung deines Aquascapes, besonders in kleineren oder mittelhohen Becken. Die Wahl des richtigen Modells hängt von deinen individuellen Anforderungen ab – ob du ein Garnelenbecken betreibst, ein dicht bepflanztes Layout gestaltest oder einfach eine einfache und zuverlässige Lösung suchst.
Achte auf die Leistung, die Filtermedien und die Pflegefreundlichkeit, um langfristig stabile Wasserwerte zu gewährleisten. Mit der richtigen Pflege und regelmäßigen Wartung wird dein Innenfilter über Jahre hinweg zuverlässig arbeiten und dein Aquascape in einem gesunden Gleichgewicht halten.
Falls du unsicher bist, welcher Filtertyp zu deinem Becken passt, lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede zwischen Innen- und Außenfiltern.
Hast du bereits Erfahrungen mit Innenfiltern gesammelt oder suchst du noch nach dem passenden Modell für dein Aquascape? Teile deine Fragen oder Tipps gerne in den Kommentaren!
Ratgeber zu Innenfilter
Vertiefe dich: passende Anleitungen aus unserem Ratgeber.
Häufige Fragen zu Innenfilter
Wie wähle ich die richtige Filterleistung für mein Aquarium aus?
Die Filterleistung sollte mindestens dem dreifachen Beckenvolumen pro Stunde entsprechen, um eine ausreichende Wasserzirkulation und Reinigung zu gewährleisten. Bei stark besetzten Becken oder empfindlichen Tieren empfiehlt sich eine höhere Leistung. Ein zu schwacher Filter führt zu schneller Verschmutzung, während ein zu starker Filter Strömung verursachen kann, die manche Fische oder Pflanzen nicht vertragen.
Kann ich einen Innenfilter auch in einem Terrarium verwenden?
Innenfilter eignen sich grundsätzlich auch für Terrarien, sofern sie für den Einsatz mit Luft oder Wasser geeignet sind. Bei wassergeführten Systemen muss jedoch sichergestellt sein, dass die Filtermedien und die Pumpe für die höhere Viskosität von Wasser ausgelegt sind. Für reine Luftfilterung sind spezielle Terrarienfilter besser geeignet.
Wie oft muss ich den Innenfilter reinigen und welche Teile sind besonders wichtig?
Die Reinigungshäufigkeit hängt von der Besatzdichte und der Filterleistung ab, in der Regel ist alle 4 bis 6 Wochen eine Kontrolle und Reinigung nötig. Besonders wichtig sind die mechanischen Filtermedien wie Schwämme, die regelmäßig ausgespült werden sollten, sowie die biologische Reinigungsstufe, die möglichst nicht komplett gereinigt werden sollte, um die nützlichen Bakterien zu erhalten.
Welche Vorteile bieten Innenfilter gegenüber Außenfiltern?
Innenfilter sind platzsparend und einfach zu installieren, da sie direkt im Becken montiert werden und keine zusätzlichen Leitungen benötigen. Sie eignen sich besonders für kleinere Aquarien und sind oft kostengünstiger in der Anschaffung. Nachteilig kann die begrenzte Filterkapazität und die mögliche Beeinträchtigung der Optik durch sichtbare Filterteile sein.















































