Das Mangelbild
Phosphatmangel erkennst du an:
- gehemmtem, langsamem Pflanzenwuchs
- alten Blättern, die dunkel werden, sich verfärben oder absterben
- vermehrten grünen Punktalgen (GSPA), gerade auf Anubias und Hardscape
Das Zusammentreffen von schwachem Wuchs und Punktalgen ist ein starkes Indiz für PO4-Mangel.
Phosphat messen
So prüfst du PO4:
- Tröpfchentest verwenden, Streifen sind zu ungenau
- bei 0 mg/l besteht Mangel
- Zielbereich: 0,5 bis 1,5 mg/l im Pflanzenbecken
- regelmäßig zur selben Tageszeit messen
Viele Becken pendeln sich von selbst bei 0 ein, weil PO4 stark gezehrt wird oder gar nicht gedüngt wurde.
Gezielt nachdüngen
Phosphat zuführen:
- PO4-Einzeldünger oder NPK-Dünger verwenden
- in kleinen Schritten dosieren, dann nach 24 h messen
- an den Zielbereich herantasten
- nicht panisch wegen Algen, ein kleiner stabiler Wert hilft den Pflanzen mehr als er Algen füttert
Die Angst vor PO4 ist meist unbegründet, solange du im Zielbereich bleibst und Licht/CO2 stimmen.
Warum PO4 gegen Punktalgen hilft
Klingt widersprüchlich, ist aber so:
- bei PO4-Mangel haben höhere Pflanzen einen Engpass
- Punktalgen kommen mit dem Mangel besser zurecht und übernehmen
- füllst du PO4 auf, holen die Pflanzen wieder auf und verdrängen die Algen
Ein ausgewogenes Nährstoffangebot ist die beste Algenvorbeugung, nicht das Aushungern einzelner Nährstoffe.
Im Verhältnis halten
Phosphat steht nicht allein:
- NPK im Gleichgewicht halten (Stickstoff, Phosphat, Kalium)
- ein grobes Verhältnis NO3 zu PO4 von etwa 10 zu 1 ist ein guter Anhaltspunkt
- Mikronährstoffe (Eisen) nicht vergessen
Einzelne Nährstoffe isoliert hochzufahren bringt selten Erfolg. Das Gesamtbild zählt.
Kontrollieren und stabil halten
Nach dem Nachdüngen:
- neuer Wuchs sollte kräftiger und algenfreier kommen
- PO4 weiter im Zielbereich halten
- nach großen Wasserwechseln nachdüngen
- Düngeplan notieren
Stabile, moderate Werte sind das Ziel. Weder Mangel noch Überschuss tun dem Becken gut.