Christmas Moss (Vesicularia montagnei)

Wuchs wie kleine Tannenzweige, leicht überhängend. Verlangt mehr Licht und CO2 als andere Moose. Bei guten Bedingungen wächst es schnell und bildet hängende Polster auf Wurzeln. Klassiker für Forest-Scapes. Trimmen alle drei bis vier Wochen, sonst werden die unteren Schichten schwarz.

Java Moss (Taxiphyllum barbieri)

Das robusteste Moos überhaupt. Wächst auch ohne CO2 und mit wenig Licht. Wuchs ist wirr und ungeordnet – nicht ideal für Premium-Scapes, aber perfekt für Erstbecken und Wurzeln, die natürlich überwachsen sollen. Wer kontrollierten Wuchs will, sollte zu anderen Sorten greifen.

Flame Moss (Taxiphyllum sp. flame)

Wuchs aufrecht wie kleine Flammen – sehr außergewöhnlicher Look. Funktioniert auf flachen Steinen oder Wurzeln, wo das Moos nach oben streben kann. Braucht CO2 und mittleres Licht. Wächst langsam, dafür sehr formstabil. Im Iwagumi auf flachem Stein wirkt es spektakulär.

Fissidens fontanus

Klein, fein, edel. Wuchs wie kleine Farne. Wächst sehr langsam, oft nur 1 cm in vier Wochen. Dafür extrem dicht und kontrollierbar. Mein Favorit für Premium-Hardscape. Aufbinden mit dünnem Faden oder Geflecht-Netz, dann nicht mehr anfassen. Nach drei Monaten überwächst es die Bindefläche komplett.

Riccardia chamedryfolia (Mini Pellia)

Eigentlich kein Moos, sondern ein Lebermoos. Wuchs flach, polsterartig, dichte verzweigte Strukturen. Klassiker für Premium-Aquascapes, vor allem Iwagumi. Braucht hohes Licht und CO2. Wächst sehr langsam, dafür spektakulär dichte Polster. Hochpreisig, aber lohnenswert.

Bedingungen und Pflege im Überblick

Alle Moose mögen kühle Temperatur (22 bis 25 Grad), gute Strömung (damit sich kein Mulm absetzt) und stabile Bedingungen. Trimmen mit scharfer Schere, anschließend gründlich Mulm absaugen. Bei zu hoher Temperatur und schwacher Strömung kippen Moose schnell zu Algen-Sammlern.