Warum die Technik zuerst befallen wird

Bartalgen siedeln dort, wo Strömung und CO2 zusammentreffen:

  • Auslauf und Lily Pipe: höchste Strömung im Becken
  • Strömungspumpe: Dauerströmung, ideal für BBA
  • Blattränder im Hauptstrom: alte, harte Stellen

Schwankendes CO2 ist der Haupttreiber. Wenn dein CO2 morgens spät hochfährt oder nachts ganz wegbricht, entsteht genau die Instabilität, die Bartalgen mögen.

Technik ausbauen und reinigen

Technik lässt sich außerhalb des Beckens am gründlichsten reinigen:

  • Lily Pipe, Auslauf und Pumpe ausbauen
  • in einer Lösung aus 1 Teil Bleiche zu 20 Teilen Wasser für 10 bis 15 min einlegen, oder in purem Haushaltsessig
  • die Bartalgen verfärben sich rot/grau und lassen sich abbürsten
  • gründlich mit klarem Wasser spülen, kurz an der Luft lüften lassen

Wichtig: Bleichreste vollständig ausspülen, bevor die Teile zurück ins Becken kommen.

Spot-Treatment auf Hardscape und Blättern

Festsitzende Büschel auf Wurzeln und Steinen behandelst du direkt:

  • Filter und CO2 für 10 min ausschalten
  • mit einer Pipette EasyCarbo oder verdünntes H2O2 (3 %) direkt auf die Algen geben
  • 10 min wirken lassen, dann Technik wieder anschalten
  • befallene alte Blätter lieber abschneiden

Die Algen verfärben sich nach 1 bis 3 Tagen rötlich und sterben ab. Amano-Garnelen und Siamesische Rüsselbarben fressen abgestorbene BBA dann ab.

CO2 stabilisieren

Der wichtigste Hebel gegen Bartalgen ist konstantes CO2:

  • Drop Checker den ganzen Lichttag über sattgrün halten
  • CO2 1 h vor Licht starten, Magnetventil per Zeitschaltuhr
  • nachts abschalten, damit der pH nicht abstürzt
  • BPS so einstellen, dass die Werte nicht im Tagesverlauf einbrechen

Ein stabiler CO2-Pegel nimmt Bartalgen die Lebensgrundlage.

Strömung umlenken

Du musst nicht weniger Strömung fahren, aber gleichmäßiger:

  • Auslauf so ausrichten, dass eine sanfte Kreisströmung entsteht
  • harte Dauerstrahlen auf einzelne Blätter vermeiden
  • Strömungspumpe etwas drosseln oder breiter streuen

Weniger punktuelle Dauerströmung heißt weniger ideale Bartalgen-Standorte.

Schwebstoffe reduzieren

Bartalgen ernähren sich auch von organischen Schwebstoffen:

  • Oberflächenfilm mit Skimmer entfernen
  • Filter regelmäßig reinigen, aber nie alles auf einmal
  • nicht überfüttern, Mulm absaugen
  • wöchentlich 50 % Wasser wechseln

Klares, sauberes Wasser plus stabiles CO2: das ist die Kombination, die Bartalgen dauerhaft fernhält.