Den Zeitrahmen verstehen

Ein Contest-Layout braucht typischerweise drei bis sechs Monate.

Grobe Phasen:

  • Konzept und Hardscape: 2 bis 4 Wochen
  • Einfahren und Anwachsen: 4 bis 8 Wochen
  • Auswachsen und Reifen: 8 bis 12 Wochen
  • Feinschliff und Foto: 1 bis 2 Wochen

Die Einreichfrist der IAPLC liegt meist Ende Mai. Rückwärts gerechnet solltest du also spätestens im Winter mit dem Aufbau beginnen, um genug Reifezeit zu haben.

Konzept und Moodboard

Vor dem ersten Stein steht die Idee.

  1. Sammle Referenzen aus Natur und früheren Contests in einem Moodboard.
  2. Lege Stil und Stimmung fest, etwa Bergwald, Schluchtlandschaft oder offene Ebene.
  3. Skizziere die Komposition mit Brennpunkt und Negativraum.
  4. Plane die Pflanzenliste passend zum Stil.
  5. Prüfe, ob deine Technik den Anforderungen genügt, CO2, Licht und Filter müssen stimmen.

Ein klares Konzept verhindert, dass du mitten im Projekt umplanst und Zeit verlierst.

Hardscape festlegen

Das Hardscape ist das Skelett und lässt sich später kaum ändern.

  1. Trockenaufbau ohne Wasser planen, mehrere Varianten ausprobieren.
  2. Jede Variante frontal fotografieren und vergleichen.
  3. Komposition nach Goldenem Schnitt und mit klarer Tiefenstaffelung wählen.
  4. Hardscape verkleben, damit nichts verrutscht.
  5. Erst wenn das Hardscape überzeugt, geht es weiter.

Nimm dir hier Zeit. Ein schwaches Hardscape lässt sich durch keine Bepflanzung mehr retten, also lieber eine Woche länger probieren.

Bepflanzen und Einfahren

Jetzt kommen Substrat, Wasser und Pflanzen.

  1. Nährboden und Soil einbringen, Tiefenstaffelung beachten.
  2. Hauptpflanzen sofort setzen, sie brauchen am längsten.
  3. Schnellwachsende Pflanzen zur Algenvorbeugung in der Anfangszeit einsetzen.
  4. CO2 und Düngung ab Start laufen lassen.
  5. Anfangs häufige Wasserwechsel gegen Algen.

Die Einfahrphase ist algenanfällig. Plane Pufferzeit ein, falls du nachbessern musst, und beobachte täglich.

Auswachsen und Schnitt

In dieser Phase entsteht die finale Form.

  1. Bodendecker mehrfach zurückschneiden, das verdichtet sie.
  2. Moos in Form bringen, überstehende Triebe kürzen.
  3. Schnellwachsende Starterpflanzen nach und nach entfernen, wenn die Hauptpflanzen tragen.
  4. Farbverläufe und Tiefe kontrollieren, nachpflanzen wo nötig.
  5. Etwa zwei Wochen vor dem Foto den letzten großen Schnitt machen, danach erholt sich das Becken.

Geduld ist hier alles. Ein frisch geschnittenes Becken sieht kahl aus, gib ihm Zeit zum Nachwachsen.

Das finale Foto

Das Foto ist das, was die Jury sieht, also entscheidend.

  1. Scheiben innen und außen makellos reinigen.
  2. Lily Pipes, Heizer und Technik kurz entfernen oder verstecken.
  3. Wasser glasklar bekommen, kurz vor dem Foto kräftig wechseln und filtern.
  4. Frontal und mittig fotografieren, mit Stativ und ohne Reflexe.
  5. Beleuchtung gleichmäßig, kein Streulicht von außen.
  6. Viele Aufnahmen machen, das beste später auswählen.

Das Foto darf das Layout zeigen, wie es ist, aber im besten Licht. Plane einen halben Tag nur fürs Fotografieren ein.

Häufige Fehler

Diese Fehler kosten in Wettbewerben Punkte:

  • zu spät begonnen, das Becken ist beim Foto noch unfertig
  • schwaches Hardscape, das keine Komposition trägt
  • überladenes Layout ohne Negativraum
  • Algen und Trübung auf dem Foto
  • sichtbare Technik im Bild
  • kein klarer Brennpunkt, der Blick findet keinen Halt

Wer den Zeitplan einhält, das Hardscape sorgfältig wählt und sauber fotografiert, hebt sich schon vom Großteil der Einreichungen ab.