Limnobium laevigatum — Froschbiss
Die wohl beliebteste Schwimmpflanze im Aquascape. Kleine runde Blätter, hängende Wurzeln (bis 15 cm lang). Vermehrt sich über Ausläufer schnell.
- Licht: jedes
- Nährstoffaufnahme: hoch (zehrt Nitrat und Phosphat)
- Wurzelbiotop: ideal für Garnelen-Junge
Problem: dichter Teppich an der Oberfläche reduziert die Lichteinstrahlung unten — Hardscape und Pflanzen kümmern.
Salvinia natans / Salvinia auriculata — Schwimmfarn
Kleine, fast pelzig behaarte Blätter. Salvinia auriculata ist größer (bis 2 cm), natans kleiner. Beide schwimmen flach auf der Oberfläche.
Leichter zu kontrollieren als Limnobium, weil sie weniger Wurzeln macht und keine Ausläufer wie Limnobium produziert.
Pistia stratiotes — Wasserlinse / Muschelblume
Größere Schwimmpflanze (5-15 cm Rosette), wirkt wie eine schwimmende Salatpflanze. Sehr effizient als Nährstoffzehrer.
Nachteil: für kleine Becken zu groß. Ideal in Paludarien und großen offenen Aquascapes.
Pro: Wann Schwimmpflanzen dein Becken retten
Algen-Phase im Einlauf: Schwimmpflanzen sind die effizientesten Nährstoffzehrer und entziehen Algen die Lebensgrundlage. In den ersten 4-8 Wochen sehr nützlich.
Lichtreduktion: Wenn deine LED zu stark ist und du noch keinen Dimmer hast — Schwimmpflanzen sind der natürliche Filter.
Garnelen-Aufzucht: Junggarnelen lieben die hängenden Wurzeln als Versteck und Futter (Biofilm).
Stickstoff-Notfall: Bei hohem Nitrat (>30 mg/l) ohne Wasserwechsel-Möglichkeit fressen Schwimmpflanzen das Nitrat in Tagen weg.
Contra: Wann sie das Becken ruinieren
Open-Top-Becken: Schwimmpflanzen verdecken die schöne Wasseroberfläche und reduzieren die Ästhetik massiv.
Hochlicht-Pflanzen unten: Wenn du Rotala macrandra oder Eriocaulon unten stehen hast, raubt der Schwimmpflanzen-Teppich das Licht.
Strömungsmuster: Schwimmpflanzen sammeln sich an einer Stelle, wo die Strömung sie hin treibt — und bleiben dort als hässlicher Haufen.
Lily Pipes & Skimmer: Wurzeln verstopfen die Auslässe.
Praxis-Tipp: kontrolliert einsetzen
Schwimmpflanzen in einen schwimmenden Ring (z.B. JBL Floaty oder ein gebogener Luftschlauch-Ring) sperren. So bleiben sie an einer Stelle und verdecken nicht das ganze Becken.
Wöchentlich 50-70 % entfernen — alles, was du nicht entfernst, vermehrt sich exponentiell. Nach 4 Wochen ohne Kontrolle ist das Becken bedeckt.