Was Schwimmpflanzen leisten
- Nährstoffe aus dem Wasser ziehen (vor allem in Einlaufphase)
- Garnelen und scheue Fische Schutz bieten
- Wasseroberfläche beruhigen, was den CO2-Austrag reduziert
- Bei zu viel Licht eine natürliche Lichtbremse sein
- Optisch einen natürlichen, urwüchsigen Look erzeugen
Die Limnobium-Debatte
Limnobium laevigatum (Froschbiss) ist die beliebteste Schwimmpflanze – aber polarisierend. Vorteile: extrem effizient als Nährstoff-Sauger, schöne lange Wurzeln, in denen Garnelen leben. Nachteile: vermehrt sich explosiv, bedeckt schnell die ganze Oberfläche, schluckt 30 Prozent des Lichts. Mein Rat: Nur in Becken ohne CO2 oder als gezielte Algen-Prävention in den ersten Wochen einsetzen.
Andere brauchbare Schwimmpflanzen
- Salvinia natans: klein, hübsche Wuchsform, leicht zu kontrollieren
- Phyllanthus fluitans (Roter Algenfarn): rote Färbung unter gutem Licht, klein
- Ceratopteris cornuta (Hornfarn): schwimmt oder wurzelt, sehr schneller Wuchs
- Pistia stratiotes (Muschelblume): groß, nur für 90er+ Becken sinnvoll
- Riccia fluitans: kann auch schwimmen, aber meist als Aufsitzer eingesetzt
Wann du sie unbedingt nutzen solltest
In der Einlaufphase – Schwimmpflanzen ziehen Ammonium und Nitrat extrem schnell und reduzieren Algenanfälligkeit. In Garnelenbecken – sie geben Schutz und beruhigen die Tiere. In offen gehaltenen Becken ohne Abdeckung – sie reduzieren Verdunstung. In CO2-losen Becken – sie haben Zugang zu Luft-CO2 und wachsen unbegrenzt.
Wann du sie meiden solltest
- Im klassischen Wettbewerbs-Iwagumi (zerstört die Komposition)
- Wenn du auf maximale Lichtleistung am Boden setzt (HC Cuba, anspruchsvolle Bodendecker)
- Bei sehr hohem Pflanzbestand ohne Spielraum für Schatten
- Wenn du Schimmer-Effekte auf der Wasseroberfläche willst (Pearling)