Was heißt NPK?
- N = Nitrat (NO₃): das Stickstoff-Element, Hauptbaustein für Wachstum
- P = Phosphat (PO₄): wichtig für Energiehaushalt und Wurzeln
- K = Kalium (K): Mineralhaushalt, ohne K bekommen Pflanzen Pin-Holes
Plus die Mikronährstoffe (Eisen, Magnesium, Mangan, Spurenelemente). Die kommen meist als separate Mikro-Mischung.
Die Estimative-Index-Logik
Kerngedanke: Nährstoffe regelmäßig im leichten Überschuss dosieren, einmal die Woche 50% Wasserwechsel. Das setzt den Spiegel zurück, sodass es nicht ins Toxische geht. Pflanzen können nie hungrig sein, du musst keinen Test-Kit raushaben.
Zielwerte am Wochenende (kurz vor Wechsel):
- NO₃: 20-30 mg/l
- PO₄: 1-3 mg/l
- K: 20-30 mg/l
- Fe: 0,1-0,2 mg/l
Dosierung für ein 60er-Becken
Beispiel mit einer typischen Aqua-Rebell-Estimative-Index-Mischung:
- Makro Spezial-N (NPK): 4-5 ml pro Tag
- Mikro Spezial: 3-4 ml pro Tag
- Eisen Mikro Spezial Flowgrow: 2 ml pro Tag (bei Rotpflanzen-Lastigkeit)
Wasserwechsel: wöchentlich 50%.
Dosier-Tipp: per Spritze ins Becken, am besten täglich morgens. Wer das vergisst, kann auch 3× pro Woche mit höherer Dosis arbeiten.
Wann macht EI keinen Sinn?
- Garnelenzucht-Becken: hier sind 30 mg/l NO₃ kritisch. Da besser zu Lean Dosing (PPS-Pro, ADA Standard-Düngung) wechseln.
- Sehr kleine Nano-Becken (<20 L): Pflanzenmasse zu gering, Dünger akkumuliert zu schnell. Halbe EI-Dosis fahren.
- Etabliertes Becken mit dichter Pflanzendecke: EI ist konservativ, oft reicht weniger.
Algen trotz EI?
Erste Frage: ist CO₂ stabil? 99% aller Algen-Probleme im EI-Setup kommen aus zu wenig oder schwankendem CO₂, nicht aus Überdüngung. Vor jedem Dünger-Tuning erst Drop-Checker im Auge behalten.