Schwebealgen erkennen und abgrenzen

So unterscheidest du Schwebealgen von Trübung:

  • gleichmäßig grün, nicht weißlich (weiß deutet auf Bakterienblüte)
  • du siehst kaum noch die Rückwand
  • Belag lässt sich nicht abwischen, weil die Algen im Wasser schweben
  • tritt oft plötzlich nach Sonneneinstrahlung oder Düngerspitze auf

Eine Bakterienblüte (milchig-weiß) verschwindet meist von selbst, Schwebealgen brauchen aktives Eingreifen.

Ursachen abstellen

Bevor du klärst, beseitige den Auslöser:

  • direkte Sonne aufs Becken vermeiden (Vorhang, Standort prüfen)
  • Beleuchtung auf 7 h kürzen
  • Düngung kurz pausieren, falls überdosiert
  • Mulm absaugen, nicht überfüttern

Klärst du nur, ohne die Ursache abzustellen, kommt das grüne Wasser zurück.

Weg 1: UV-C-Klärer

Der schnellste und bequemste Weg:

  • UV-C-Gerät passend zur Beckengröße wählen (Wattzahl beachten)
  • am Filterausgang anschließen, langsame Durchflussrate ist besser
  • 2 bis 3 Tage laufen lassen, das Wasser wird klar
  • danach abschalten oder nur bei Bedarf nutzen

UV-C tötet die Schwebealgen im Wasser ab, der Filter holt die toten Zellen raus. Pflanzen und Filterbakterien bleiben unberührt.

Weg 2: Blackout

Ohne UV-Gerät klärt ein Blackout:

  • 50 % Wasser wechseln, Filterwatte hat hier feinen Job
  • Becken 3 bis 4 Tage komplett abdunkeln
  • Beleuchtung und CO2 aus
  • leichte Belüftung für Sauerstoff einschalten
  • danach Reste über frische Filterwatte und Wasserwechsel entfernen

Die Algen sterben durch Lichtentzug ab. Die meisten Pflanzen verkraften das.

Filter feiner machen

Egal welcher Weg, der Filter holt die toten Zellen raus:

  • feine Filterwatte einsetzen, regelmäßig austauschen
  • bei starkem Befall kurzzeitig einen Innenfilter mit Feinvlies zuschalten
  • Filter nach der Aktion reinigen

Feine Mechanik beschleunigt das Klären spürbar.

Vorbeugen

Damit das Wasser klar bleibt:

  • Becken nicht in direkte Sonne stellen
  • Licht moderat halten, nicht über 8 h
  • maßvoll düngen, nicht in großen Schwüngen
  • regelmäßige Wasserwechsel
  • gesunder Pflanzenwuchs als natürlicher Nährstoffkonkurrent

Ein stabil bepflanztes Becken mit kontrolliertem Licht bekommt selten grünes Wasser.